Am 8.Mai.1945 kapitulierte das NS-Regime. Die Rote Armee und die Westalliierten hatten über den Faschismus gesiegt und Europa befreit.
Heute 81 Jahre später ist der 8.Mai für uns ein Tag zum Gedenken und Feiern. Das haben wir mit einem Straßenfest, einer Kundgebung und gemeinsamen Gedenken getan.
Mit ca. 40 Antifaschist*innen haben wir uns auf dem „Gräberfeld X“ versammelt um den dort begrabenen Widerstandskämpfer*innen und Opfern des NS-Regimes zu gedenken. Durch eine Gedenkminute und in drei Reden wurde an die Opfer des deutschen Faschismus erinnert.
Nach dem Gedenken zogen wir gemeinsam auf den Holzmarkt, wo wir im Rahmen einer Kundgebung vier Reden zuhören konnten. Den Start machte die Rede der VVN-BdA in der die Wichtigkeit einer lebendigen Gedenk- und Erinnerungskultur betont wurde und darauf hingewiesen wurde, dass auch der Widerstand gegen Krieg und Militarisierung Teil einer antifaschistischen Politik sein muss.
Das Thema Aufrüstung und Militarisierung war dann auch der Fokus der nächsten Rede vom Schulstreikkomitee Tübingen. In Zeiten in denen eine Wehrpflicht immer weiter eingeführt wird und aktiv hunderte Milliarden in die „Kriegstüchtigkeit“ Deutschlands gesteckt werden, müssen wir, insbesondere auch als direkt von der Wehrpflicht betroffene Schüler*innen, unseren Widerstand dagegen auf die Straße tragen. Und das auch trotz der repressiven Maßnahmen mit denen der Staat immer wieder gegen die Streikenden vorgeht.
In der Rede des DGB wurde auf die Rolle des westlichen Imperialismus in den Konflikten der letzten Jahre hingewiesen.
Uns ist klar, dass wir als lohnabhängige Klasse diejenigen sind, die einerseits die Folgen von Kriegen aber auch jetzt schon die Sparpolitik zu Gunsten der Aufrüstung tragen müssen, andererseits aber auch die Macht besitzen diese Militarisierung zu behindern und aufzuhalten.
Als Letztes haben wir als Offene Treffen gegen Faschismus und Rassismus gesprochen. Wir haben betont, dass die gesellschaftliche Rechtsentwicklung nicht nur von der AfD ausgeht, sondern auch die bürgerlichen Parteien rücken massiv nach rechts und setzen rassistische und rechte Realpolitik um. Uns muss es in dieser Situation darum gehen, eine antifaschistische Bewegung aufzubauen, Gegenkultur zu schaffen und eine Alternative zu der kapitalistischen Ellbogengesellschaft aufzuzeigen.
Uns ist wichtig, dass der 8. Mai nicht nur ein Tag des Gedenkens, sondern auch ein Tag des Feierns ist. Deshalb fand direkt nach der Kundgebung ein kleines Fest und gemeinsame zusammenkommen hinter der Stiftskirche statt. Dabei haben wir Kuchen gegessen, uns mit Kaltgetränken erfrischt und den übrigen schönen & sonnigen Tag genossen.
Nie wieder Krieg!
Nie wieder Faschismus!






