Vor wenigen Tagen hat die DGB Jugend Baden-Württemberg eine Broschüre veröffentlicht zum Thema „Rechte Umtriebe im Ländle“. Auch wir haben einen Beitrag zum Thema faschistischer Verein „Zentrum Automobil e.V.“ geschrieben. Den gesamten Text findet ihr unten. Hier gehts zur Broschüre als pdf: Broschüre _Rechte Umtriebe im Ländle
Rechte Betriebsarbeit erkennen und ihr mutig entgegentreten.
Keinen Fußbreit den Faschisten im Betrieb!
Im Frühjahr 2018 fanden bundesweit Betriebsratswahlen statt. Dort kann jede*r antreten, der*die seit mindestens sechs Monaten in einem Betrieb arbeitet. Auch Rechte nutzten dies. So startete die Nazi-NGO „Ein Prozent“ den Aufruf „Werde Betriebsrat“. Dieser fiel durchaus auf fruchtbaren Boden: allein am Daimler-Standort Untertürkheim traten 187 KandidatInnen auf der von altbekannten FaschistInnen initiierten Liste „Zentrum“ an. Bei diesen Wahlen erreichte „Zentrum“ 13,2 % der Stimmen. In der Folge erhöhte sich die Anzahl ihrer Sitze im Betriebsrat von vier auf sechs. Eine öffentlichkeitswirksame Zahl, welche vor allem deren vermeintliche Verankerung in der Belegschaft demonstrieren sollte.
Neben „Zentrum Automobil e.V.“ gibt es noch weitere solcher Betriebsorganisationen, die uns am Arbeitsplatz für rechte Politik begeistern wollen. Darunter die AfD-Projekte „Alternative Vereinigung der Arbeitnehmer“ (AVA) und der „Alternative Arbeitnehmerverband Mitteldeutschland“ (ALARM). Bisher beweist sich aber vor allem „Zentrum“ als erfolgreichstes rechtes Betriebsprojekt. „Beitrag in DGB-Jugend-Broschüre: Rechte Betriebsarbeit erkennen und ihr mutig entgegentreten. Keinen Fußbreit den Faschisten im Betrieb!“ weiterlesen

Gestern Abend den 20.2. waren wir wieder zusammen mit ROSA Reutlingen gegen die Pandemie-Leugner*innen von den sogenannten „Eltern stehen auf“ in Reutlingen auf der Straße. Neben skurrilen Persönlichkeiten, Menschen ohne Masken, tummelt sich diese Woche wie bereits den Samstag zuvor offenkundige AfDler auf dem Reutlinger Marktplatz. Auch Hans Jörg Schrade der Fraktionvorsitzende der AfD Reutlingen und bekannte Nazis-Hoools waren auf der Demonstration zu sehen.
Heute wurde der Reutlinger AfD-Wahlkampfstand von ca. 20 Antifaschist*innen aus Tübingen und Reutlingen abgeschirmt und gestört. Die AfD verbreitet nicht nur im Wahlkampf ihre rechte und rassistische Hetze. Dennoch ist es besonders wichtig , dass wir uns ihnen während des Wahlkampfs und in Zeiten einer kapitalistsichen Krise entgegenstellen, um zu verhindern, dass sie diese als Bühne für ihre rechte Propaganda nutzen.
Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.
Die AfD hat unsere Ankündigung, sie auch diesen Samstag wieder zu stören, wohl ernst genommen und ist nun schon zum dritten Mal in Folge erst gar nicht auf dem Reutlinger Marktplatz aufgetaucht.