Rassismus tötet: Wir erinnern an Kiomars Javadi!

Rassismus tötet! Wir erinnern an Kiomars Javadi

Freitag, 19. August:
ab 15 Uhr Infostand am Zinserdreieck, Karlstraße Tübingen
um 17 Uhr gemeinsames Gedenken am Infostand

Sonntag, 28. August:
um 11:30 Uhr Filmvorführung „18 Minuten Zivilcourage“ von Rahim Shirmahd  im Kino Atelier (Haagtor Tübingen)

Am 19. August 1987, vor 35 Jahren besuchte der 20-jährige Kiomars Javadi, ein Geflüchteter aus dem Iran, den heute nicht mehr existierenden Tübinger Supermarkt „Pfannkuch“ in der Karlstraße. Von Mitarbeiter*innen wurde Kiomars beschuldigt, etwas geklaut zu haben. Augenzeug*innenberichten nach wurde er dann von ihnen gepackt und gegen seinen Willen in einen Kellerraum verschleppt. Dort wurde er sehr wahrscheinlich misshandelt – einer der Angestellten gestand später, einen Gummiknüppel „fachgerecht gehandhabt“ zu haben. „Rassismus tötet: Wir erinnern an Kiomars Javadi!“ weiterlesen

[RT] 09.07. All refugees welcome – Flucht ist kein Verbrechen! / Zugtreffpunkt aus Tübingen

Wir fahren wir am Samstag, 09. Juli gemeinsam nach Reutlingen zur Demo „All refugees welcome – Flucht ist kein Verbrechen!“. Wir unterszützen die Demo im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit der Seebrücke im Bündnis „Gemeinsam & Solidarisch gegen Rechts Reutlingen und Tübingen“

Zur gemeinsamen Anreise treffen wir uns am:
+++ 09. Juli | 13:15 Uhr | Tübingen HBF +++

Und gerade jetzt ist die Demo brandaktuell. Bei dem Versuch den Grenzzaun zur spanischen Exklave Melilla zu überwinden starben vor wenigen Tagen mind. 37 Menschen. Sie starben, anders als von offizieller Seite erst berichtet, nicht wegen einer Massenpanik und auch nicht, weil sie vom 6 m hohen Grenzzaun sprangen. Sie starben in Folge des brutalen Vorgehens der spanischen und marrokanischen Einsatzkräfte. „[RT] 09.07. All refugees welcome – Flucht ist kein Verbrechen! / Zugtreffpunkt aus Tübingen“ weiterlesen

Kurzbericht: Kundgebung gegen Polizeigewalt am 11. Mai

Gestern, am 11. Mai haben wir in Tübingen zu einer spontanen Kundgebung mit anschließender Spontandemo gegen Polizeigewalt aufgerufen. Ca. 100 Menschen folgten unserem Aufruf. Trauriger Anlass dazu war der Mord von Polizisten an einem migrantischen Mann am 02. Mai in Mannheim. Nur 8 Tage danach erreichte uns die Nachricht vom Tod eines weiteren Mannes, der nach einem Polizeieinsatz verstorben ist, ebenfalls in Mannheim.

Am 02. Mai haben Bullen in Mannheim einen Mann während einer Festnahme brutal misshandelt und umgebracht. Eigentlich wurden sie gerufen, um ihm zu helfen. Stattdessen griffen sie ihn mit Pfefferspray an, knieten sich auf ihn und schlugen ihm mehrfach ins Gesicht. Und auch am 10. Mai wurden die Cops gerufen, um zu helfen. „Kurzbericht: Kundgebung gegen Polizeigewalt am 11. Mai“ weiterlesen

Nachbericht: Kundgebung und Demo 2 Jahre nach den rassistischen Morden in Hanau

2 Jahre nach den rassistischen Morden in Hanau.
Am 19.02. vor 2 Jahren ermordete ein Rassist neun Menschen in Hanau. Gemeinsam mit einem Bündnis aus Migrantifa Tübingen, Women Defend Rojava Tübingen, dem Offenen Treffen gegen Faschismus und Rassismus für Tübingen und die Region und der Antifaschistischen Aktion Tübingen, haben wir in Tübingen mit mehr als 500 Menschen unsere Trauer und Wut in einer Kundgebung auf dem Marktplatz mit anschließender Demonstration und Gedenkveranstaltung an der neuen Aula auf die Straße getragen.

Vor allem die Forderung nach einer lückenlosen Aufklärung wurde durch die Redebeiträge an diesem Tag laut. Mit der Parole: „Euer System kostet unser Leben!“ verdeutlichte der Redebeitrag von Migrantifa die Kontinuität rassistischer Morde in der Bundesrepublik.  „Nachbericht: Kundgebung und Demo 2 Jahre nach den rassistischen Morden in Hanau“ weiterlesen

10 Jahre NSU – Kein Vergeben, kein Vergessen!

Unutmak yok, affetmek yok! – Δεν συγχωρούμε, δεν ξεχνούμε! – Efokirin tune ye, jibîrkirin tune ye!

Am 4. November jährt sich die Aufdeckung der organisierten rassistischen Mordserie des NSU zum zehnten Mal. Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren ermordeten deutsche Faschist*innen gezielt 9 Migrant*innen, bei 2 Sprengstoffanschlägen wurde viele Menschen verletzt. Das volle Ausmaß ist bis heute nicht bekannt und ganz offensichtlich gibt es von staatlicher Seite aus auch kein Interesse das aufzuklären.

Der NSU war nicht zu dritt!
Die Familien der Opfer und ihre Unterstützer*innen wussten früh, es muss sich um rechten Terror handeln.
Der Verfassungsschutz will von all dem nichts bemerkt haben. Staatliche Ermittlungen konstruierten ein etwaiges Milieu von „kriminellen Migrant*innen“ und nannten diese Ermittlungsgruppe, ihrer rassistischen Logik folgend, „SoKo Bosporus“. „10 Jahre NSU – Kein Vergeben, kein Vergessen!“ weiterlesen