[Prozessbericht Offenburger Knastdemo] 29.01.2025: Zeugenaussageverweigerung & Urteil

Prozessbericht 29.01.2025

Am 29. Januar 2025 wurden erneut zwei unserer Genossinnen im Kontext der Offenburger Knastdemo vor Gericht gezerrt. Die Mission von Gericht und Staatsanwaltschaft war auch hier wieder eindeutig: Zahllose zeitaufwändige, teure Prozesse führen und die Solidarität mit dem damals in Offenburg inhaftierten Genossen Jo kriminalisieren. Auch dieses Mal wurden die Genossinnen mit je 90 Tagessätzen für ein bisschen Farbe an den Knastmauern hart verurteilt. Das eigentlich Spannende an diesem Prozesstag war jedoch, dass zum ersten Mal eine Genossin als Zeugin vorgeladen war, deren Verfahren im gleichen Komplex bereits abgeschlossen ist. Diesem Versuch, uns als 40 Angeklagte zu spalten, wurde konsequent entgegen getreten: Über 40 solidarische Prozessbegleiter*innen im Publikum, die dem üblichen „Gerichtstheater“ ungehorsam und selbstbestimmt entgegen getreten sind und sehr klar deutlich machten, dass sie diesen Staat auch in Form seiner juristischen Handlanger*innen nicht anerkennen; eine dreigeteilte gemeinsame Prozesserklärung von Zeugin und den beiden Angeklagten, verbunden mit der konsequenten Aussageverweigerung machten klar: wir stehen zusammen, ob auf der Straße oder vor Gericht. „[Prozessbericht Offenburger Knastdemo] 29.01.2025: Zeugenaussageverweigerung & Urteil“ weiterlesen

[Nachbericht] 5 Jahre Hanau-Demo in Tübingen

Nachbericht: 5 Jahre nach den rassistischen Morden in Hanau – Demo und Kundgebung in Tübingen

+++ 5 Jahre nach den rassistischen Morden in Hanau +++ 350 Menschen bei Gedenkkundgebung und kämpferischer Demonstration in Tübingen +++

Wir erinnern an: Mercedes Kierpacz, Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.

Am 19.02. vor 5 Jahren ermordete ein Rassist neun Menschen in Hanau. Gemeinsam mit 350 Menschen haben wir am fünften Jahrestag unsere Trauer und unsere Wut in einer kämpferischen Demo und im Gedenken auf die Straßen von Tübingen getragen. „[Nachbericht] 5 Jahre Hanau-Demo in Tübingen“ weiterlesen

[Nachbericht] 18.02. / Protest gegen die AfD beim Tagblatt-Podium

+++ 500 Menschen bei Anti-AfD-Protest +++ Haupteingang blockiert +++ Veranstaltung verzögert +++ nur 50 Menschen bei Tagblatt-Podium +++ Stör-Aktion im Saal +++ Sponti zum Hauptbahnhof +++

Heute haben wir mit 500 Menschen in Tübingen Antifaschismus selbst in die Hand genommen.! Das war bitter nötig, denn das Tagblatt hat der AfD im Kino Museum den roten Teppich ausgerollt und sich damit in eine Tradition eingereiht, die nun auch die vermeintliche Oase Tübingen erreicht hat.

Von den Veranstalter:innen solcher Podien wird gerne vorgeschoben, die AfD entzaubern zu wollen, eine „demokratische Debattenkultur“ zu schützen und die vielen Wähler:innen der AfD zurückgewinnen zu wollen.

Auch wir wollen um jeden schwankenden Kopf kämpfen, der in der AfD eine Alternative zu den aktuellen Verhältnissen sucht. Aber wir gewinnen diese Menschen nicht dadurch zurück, indem wir Nazis eine Bühne bieten. Und das sagen nicht nur wir: darauf weisen etliche Studien hin. „[Nachbericht] 18.02. / Protest gegen die AfD beim Tagblatt-Podium“ weiterlesen

5 Jahre Hanau – Erinnern und kämpfen in Tübingen / Ausstellung im Linken Zentrum Trude Lutz

Die rassistischen Morde an Mercedes Kierpacz, Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov in Hanau jähren sich am 19. Februar 2024 zum fünften Mal. Neben einer Demo am 19. Februar möchten wir auch dieses Jahr im Rahmen einer Ausstellung informieren, erinnern und gedenken. Wir wollen die Ereignisse in Hanau am 19. Februar selbst und die Entwicklungen im Ermittlungsausschuss darstellen, einen Rückblick auf die Aktionen und Kämpfe hier in Tübingen geben, antirassistische und migrantische Kämpfe über unsere Stadt und den 19. Februar hinaus sichtbar machen und einen Raum für Austausch schaffen.

Bei der Ausstellungseröffnung im Linken Zentrum Trude Lutz am 12. Februar werden wir in einem kurzen Input außerdem darauf eingehen, was unsere Aufgaben als Antifas in der sich zuspitzenden Rechtsentwicklung sind, in der rassitische Hetze und rechte Angriffe immer mehr zunehmen. Am 16. Februar ist die Ausstellung von 12 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet – kommt gerne vorbei! Wir freuen uns auf gemeinsames Gedenken, Austausch und Diskussionen!

[FLYER] Gegen die Politik der Rechten und Reichen! Unsere Alternative: Klassenkampf!

 

 

 

 

 

 

Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!

Wir merken es jeden Tag: Es ist Krise angesagt. Alles wird immer teurer. Lebensmittel, Mieten, Benzin, der Döner um die Ecke. Und auch der Staat spart an allen Ecken und Enden. Brücken und Schulen verfallen, der Bus fährt nur noch einmal in der Stunde, Kitas müssen schon um 13 Uhr schließen…

Und was wird uns als Lösung präsentiert? Alle, von der Ampel-Regierung bis zur AfD, geben die Schuld Geflüchteten, Arbeitslosen und anderen Menschen, die wie wir unter der Krise leiden. Eigentlich Schuld daran sind aber die Reichen, die Konzernchefs und Firmenbesitzer, die nicht für die Allgemeinheit wirtschaften sondern so, dass sie besonders viel Geld damit verdienen können.

Wir dürfen nicht auf die Lügen der Reichen und Rechten hereinfallen, sondern müssen gemeinsam für ein System kämpfen, in dem unsere Bedürfnisse im Vordergrund stehen!

Nazis und Rassisten stoppen!

In den letzten Jahren haben Angriffe auf Geflüchtete, Migrant:innen und Menschen, die nicht in das rechte Weltbild passen, immer weiter zugenommen. Mindestens alle drei Stunden wird in Deutschland jemand Opfer rechter Gewalt. Immer öfter hört man von rassistischen Anschlägen, trauriger Höhepunkt waren die Morde in Hanau 2020, die sich am 19. Februar zum fünften Mal jähren.

Kein Wunder: Mit dem zunehmenden Rechtsruck kann rassistische Hetze immer offener verbreitet werden. Ganz vorne mit dabei ist die AfD, aber auch die Ampel-Parteien und die CDU machen mit. Durch den Erfolg der AfD können sich gewalttätige Nazigruppen immer ungestörter von Staat und Polizei aufbauen und organisieren.

Wir müssen uns dagegen wehren – das heißt, rassistische Hetzer bekämpfen und gemeinsamen Selbstschutz organisieren!

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